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ÜBER PARKOUR





  • DEFINITION VON PARKOUR


Der Ausübende, "Traceur" genannt, bewegt sich dabei auf seinem eigenen, selbst gewählten Weg durch die Landschaft, auch und gerade über Hindernisse hinweg. Er benutzt dabei lediglich die Fähigkeiten seines Körpers und keine weitere Ausrüstung.
Besonders achtet er dabei auf die Effizienz seiner Bewegungen - es geht weder um Show noch um Akrobatik, sondern um das fließende Spiel mit der Umgebung, um das Gehen des eigenen, selbst gewählten Weges.


Parkour ist die Kunst der effizienten Fortbewegung. 


In der heutigen Form wurde Parkour  von dem Franzosen David Belle in den Vororten von Paris aus der von seinem Vater erlernten „Méthode Naturelle“ von Georges Hébert weiterentwickelt. Parkour an sich ist jedoch unabhängig von der Umgebung - es kann in der freien Natur ebenso praktiziert werden wie in der Stadt. 


 

David Belle


Die historischen Wurzeln des Parkour liegen im Training von Soldaten, die ihre Fluchtchancen zu erweitern suchten. Auch wenn heute eine Flucht nicht mehr vorrangiges Trainingsziel sein muss, zeigt dies doch, was Parkour an sich ist: eine direkte, an Kontrolle und Geschwindigkeit orientierte Form der Fortbewegung, welche eine gute Kenntnis und Schulung des Körpers ebenso voraussetzt wie eine mentale Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und der Umgebung.

Vordergründig ist es ein Training, welches es dem Traceur ermöglicht, sich in seiner Umgebung frei zu bewegen. Der Traceur wird zum starken Menschen, der seine Handlungsmöglichkeiten immer mehr erweitert und sich so einen gewaltigen Grad an Freiheit erarbeitet. Stärke definiert sich dabei nicht nur über die Muskelkraft - vielmehr geht es um die Möglichkeit, sich jeder beliebigen Situation anzupassen und mit einer größtmöglichen Eleganz und Leichtigkeit leistungsfähig zu sein. Weit über das Physische hinaus aber ist Parkour in erster Linie eine Kunst, seine eigenen Bewegungen kreativ der Umgebung anzupassen.


David Belle hatte sich immer bemüht, die Konzepte seines Vaters weiterzuverfolgen - zu trainieren, um nützlich zu werden. Entsprechend bemühen sich Traceure, ihre Handlungsmöglichkeiten immer weiter auszubauen.


Die Entwicklung des Menschen hin zu einem vollständigen, nützlichen Wesen, das seine Potenziale ausbaut und zum Wohle aller nutzt, steht dabei im Vordergrund


Die Fähigkeit zu einer effizienten Flucht ist hierbei ein guter Indikator, was Parkour ist und was nicht. Showeinlagen wie Salti sind nicht direkt nützlich und gehören somit nicht zu Parkour.

Damit ist Parkour mehr als nur über Hindernisse zu springen. Die verbreitete Trainingsweise, ein Hindernis mit abgezählten Schritten anzurennen, eine Standardtechnik anzuwenden und danach die Bewegung zu beenden mag einen Teil der Fähigkeiten trainieren, ist aber damit unvollständig. Es geht nicht vorrangig um höher, schneller und weiter.
Parkour ist als Training für den gesamten Menschen gemeint, der sein Potenzial ausbaut, um im Ernstfall handlungsfähig zu sein. Kunst ist, wenn es was bedeutet. 


Die Kunst beginnt dort, wo der Traceur nicht nur rein physische Bewegungen trainiert, sondern wirklich lernt, seinen Weg zu gehen - im Physischen wie im Alltag.


Urheberrecht liegt bei Parkour ONE und Parkour Team


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